Insolvenzverschleppung

Bei einer GmbH kommt es bereits seit Monaten immer wieder zu schleppenden
Zahlungen der anfallenden Umsatzsteuerbeträge. Nachdem drei Monate lang
überhaupt keine Zahlungen mehr erfolgt sind, entschließt sich das Finanzamt,
einen Insolvenzantrag zu stellen, um die weitere unternehmerische Tätigkeit zu
beenden. Im Rahmen des Insolvenzeröffnungsverfahrens stellt sich heraus,
dass die GmbH tatsächlich bereits seit über einem Jahr zahlungsunfähig und
überschuldet ist und daher selbst schon vor geraumer Zeit einen eigenen Antrag
auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens hätte stellen müssen. Die Staatsanwaltschaft
klagt den Geschäftsführer daher wegen des Vorwurfs der
Insolvenzverschleppung an.