Verkehrsrecht (Privatperson)

Auf der Rückfahrt von einer Urlaubsreise gerät ein Autofahrer im Bereich einer
Autobahnbaustelle in eine Verkehrskontrolle. Obwohl er an dieser Stelle nur
60 km/h hätte fahren dürfen, wird er mit einer Geschwindigkeit von 110 km/h
gemessen. Daraufhin erhält er ein Bußgeld über 150,00 €. Gleichzeitig wird gegen
ihn ein Fahrverbot von einem Monat verhängt. Da er bereits über mehrere
Einträge im Verkehrszentralregister verfügt, stellt sich für ihn die Frage, welche
Möglichkeiten er hat, den erlassenen Bußgeldbescheid abzuwehren.

Verkehrsrecht (Unternehmen)

Ein Speditionsunternehmen betreibt insgesamt 40 Lkws mit Anhängern
und Aufliegern. Bei Verkehrskontrollen kommt es immer wieder vor, dass
bei einzelnen Fahrzeugen kleinere Mängel auftauchen, für die zunächst der
Geschäftsführer des Unternehmens in seiner Eigenschaft als Halter verantwortlich
gemacht wird. Daher stellt sich das Problem, inwieweit durch entsprechende
Organisationsmaßnahmen sichergestellt werden kann, dass die
Verantwortung für den ordnungsgemäßen und verkehrssicheren Zustand der
Fahrzeuge auf das mit der Wartung und Instandhaltung beauftragte technische
Personal abgewälzt wird, damit sich entsprechende Bußgeldbescheide der
Verkehrsbehörden nicht gegen die Unternehmensleitung selbst richten.