Betrug

Aufgrund erheblicher wirtschaftlicher Schwierigkeiten hat ein Unternehmer
seinen Geschäftsbetrieb im Dezember 2010 eingestellt. Danach hat er auf
Antrag eines der beteiligten Gläubiger beim Amtsgericht eine eidesstattliche
Versicherung abgegeben, aus der hervorgeht, dass er über keine verwertbaren
Vermögenswerte verfügt und sich sein Einkommen deutlich unter der
Pfändungsfreigrenze bewegt. Etwa 14 Tage vor der Einstellung des Betriebs
hatte er jedoch noch bei einem seiner Lieferanten Materialien für den letzten,
von seinem Unternehmen durchgeführten Auftrag, bestellt. Die Rechnung
für diese Materialien konnte nicht mehr bezahlt werden. Daraufhin stellt der
Warenlieferant Strafanzeige, weil er der Auffassung ist, dass der Unternehmer
bereits bei Abgabe der Bestellung gewusst habe oder zumindest damit rechnen
musste, die Rechnung nicht bezahlen zu können.